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jan hendrik niemeyer

- seit 1992 -

 

In  seinem  überwältigenden  Ausstattungsreichtum

beglückend  und  –  verzaubernd :

die nach rund  20  Jahren ( sic! ) vollendete Faksimileausgabe der

WENZELSBIBEL

als  der  ältesten  deutschen  Prachthandschrift

des  Alten  Testamentes!

Wenzelsbibel (Codices Vindobonensis 2759-2764). Deutsch von Martin Rotlöw. Handschrift in bis zu letzter Vollkommenheit ausgeformter zweispaltiger gotischer Buchschrift, der „textualis formata“, in Schwarz + Rot. Prag Ende 14. Jhdt. 530 x 365 mm. Mit unzähligen Text-Initialen und großformatigen

654  Miniaturen  +  Bild-Initialen

zum biblischen Geschehen generell und zur Wenzelsbibel-Symbolik speziell sowie

prunkend  mit  unzähligen

teilweise  erzählenden  und  geradezu

seitensprengenden  Randdekorationen

Wenzelsbibel

als einem

NON  PLUS  ULTRA  DER  PRACHT!

Alles in vielen Farben bei reichstem Gold! Vollständige Faksimile-Ausgabe (im vorlagengetreu blattweise randbeschnittenen Original-Format und den Original-Farben der überwiegend illuminierten Teile auf 607 Blatt oder 1214 Seiten in 8 Bänden) + Dokumentation (der illuminationsmäßig unvollendet gebliebenen und hier stark verkleinert und nur in Schwarz-Weiß wiedergegebenen reinen Textteile von 1218 Seiten auf 154 Blatt oder 308 Seiten) Zusammen 9 Bände. 1981-1998. Dunkelbraune Orig. Leder-Bände auf 5 Bünden mit dem goldgeprägten Liebesknoten auf den Vorderdeckeln und gold- und blindgeprägtem Rücken in Schubern mit goldgepr. Rückenschild.

Begleitet von:

  1. Michaela Krieger, Gerhard Schmidt und andere. Die Wenzelsbibel. Erläuterungen zu den illuminierten Seiten (1996. 4°. 230 SS. Mit 29 Abb. OLwd. Einzelbezugspreis auf Anfrage) als Kommentarband I.

  2. Kommentarband II seitens verschiedener Autoren (1998. 4°. 250 SS., 1 Bl. Mit 239 Tafelabb. OLwd. Einzelbezugspreis auf Anfrage) als eine tour d’horizon.

Auflage: 780 numerierte Exemplare zuzgl. 30 sonstiger.

Das  erste  Beispiel

eines  in  die  Volkssprache  übersetzten  Alten  Testamentes

als  ausstattungsmäßiges

Kronjuwel  der  „Wenzel(pracht)handschriften“.

Als Kunstwerk geschaffen seitens neun Hauptmeister der von Kaiser Karl IV., dem Vater des bibliophilen Böhmen-Königs Wenzel IV. oder, als deutscher König, Wenzel I. gegründeten Prager Miniatorenschule als  dem  Umfeld also schlechthin:

„ Das reiche königliche Land Böhmen ist am Ende des 14. Jahrhunderts nicht blos politisch sondern

auch  durch  seine  Kunst

der  bedeutendste  Theil  des  deutschen  Reiches.

„ Es verdankt diese Stellung allein dem Umstande, dass es durch eine glückliche historische Fügung das

Stammland  eines  glänzenden, französisch  gebildeten  Hofes

wurde und ein so reich begabter Mann wie Karl IV. ihm seine Sorgfalt zuwandte …

„ Wie hervorragenden künstlerischen Werth auch einige unter Karl IV. ausgeführte Bilderhandschriften … besitzen, wie sehr sie auch im Figürlichen die späteren handwerksmässigen Leistungen übertreffen, so erhält die Miniaturkunst ihre eigentliche Bedeutung doch erst unter Wenzel I. (IV.). Während bis jetzt keine einzige Handschrift bekannt ist, welche Karl IV. direct zum Urheber hätte, geht eine ganze Reihe zum Theil sehr prächtig ausgestatteter Codices auf die Initiative Wenzels zurück …

„ Den vorzüglichsten Schmuck dieser Bücher bilden nicht sowohl ihre selbständigen figürlichen Darstellungen (Anmerkung: immerhin etwa von der Größe eines üblichen ganzen Stundenbuches!), sondern

ihre  reichen  und  höchst  merkwürdigen  Randverzierungen ,

welche auch ihres besonderen Charakters halber zumeist den Ausschlag für die Zuweisung an Wenzel gaben … “

(Schlosser).

Anregungen für anstehenden Bibelschmuck – in den Kommentaren Miniatur für Miniatur detailliert behandelt und bezüglich der Randdekorationen nach Bedürfnis – scheint der um 1365 für Karls Kanzler Johann von Neumarkt als ein Hauptwerk der böhmischen Buchmalerei des Jahrhunderts geschaffene Liber Viaticus gegeben zu haben, der wiederum italienisch oder französisch beeinflußt zu sein scheint. Durchzogen im übrigen von ganz persönlichen Anspielungen wie etwa der mit den königlichen Monogrammen W + E (die in Böhmen auch Euphemie genannte 2. Gattin Wenzels Sophie, Tochter Herzog Johanns von Bayern-München) versehenen Szene mit dem Bademädchen.

Wenzelsbibel - Bademädchen       Wenzelsbibel - Bademädchen

Die wohl nicht zuletzt infolge der zweimaligen Gefangensetzung Wenzels unvollendet gebliebene Bibel alttestamentlichen Teils – noch ganz ohne die Bücher Daniel, die kleinen Propheten und Makkabäer I + II, ansonsten innerhalb der Codices 2761-2764 mehr als 900 Illuminations-Freiräume – scheint ursprünglich auf zwei gewaltige Bände von jeweils mehr als 500 Blatt hin konzipiert worden zu sein. Sie ist heute auf 6 Bände verteilt, deren Aufteilung hiesige Ausgabe in Hinsicht auf die im Dokumentenband zusammengefaßten unillustrierten Teile nicht folgt. Bis auf den schon nur noch spärlich illuminierten Bd. VIII verteilt sich die Pracht ziemlich gleichmäßig auf die übrigen sieben mit Bd. V (106 Miniaturen) als primus inter pares. Wohingegen anderwärts die eine ganze halbe Seite (sic!) einnehmende Schöpfungs-Illumination auftrumpft. Schon als dermaßen „Unvollendete“

ein  Stück  anhaltenden  Staunens

erscheint auch nur die Vorstellung, im Idealfall seien unter Einschluß auch der noch fehlenden Bücher noch etwa 11-1200 weitere Miniaturen + Randschmuck hinzugekommen, geradezu unstatthaft süchtig.

Wenzel (Nürnberg 1361 – Prag 1419) war der älteste Sohn Kaiser Karls IV. und dessen 3. Gemahlin, Anna von Schweidnitz-Jauer. Er selbst war in 1. Ehe mit Johanna, der Tochter Albrechts I. von Bayern verheiratet. Schon 3jährig zum König von Böhmen gekrönt und 1373 mit der Mark Brandenburg belehnt, der 1376 in Aachen die Krönung zum deutschen König folgte. Mit Dienstantritt auf beiden Thronen nach Karls Tode 1378. Der deutschen Königswürde 1400 verlustig gegangen, brachten die Folgejahre einen nicht unverschuldeten etappenweisen Niedergang. Wobei die persönlichen Schwächen in merkwürdigem Kontrast stehen zu seiner so ganz offensichtlichen Leidenschaft zu den schönen Büchern und diese Schwächen relativiert. Eines der allerkostbarsten jener Beispiele des absolut Schönen denn die seinen Namen tragende hier anstehende

erste  deutschsprachige  Teil–Bibel .

Deren Großartigkeit und Bedeutung so herausragen, daß selbst für seine Klientele ein „Vermarkter“ seine Chance sah, sie als taschenbuch-verkleinertes Mitnahmeobjekt auf den Markt zu bringen.  Hier  denn nun

die  allein  dem  Anspruch  des  Originals  genügende

originale  Edition

in ihrer verschwenderischen Fülle. Und mit dem in Gold geprägten

Liebesknoten

(„noeud d’amour, love-knot, ein während des ganzen Mittelalters gebräuchliches Symbol“) als starkem Illuminations-Bezugspunkt. Wie auch der immer wiederkehrende  Eisvogel  oder Königsfischer als gleichfalls allegorisches

„Sinnbild  treuer  Liebe :

er ist die Alkyone der antiken Sage … (sprichwörtlich geworden als) die berühmten alkyonischen Tage“. Erfüllen Sie drum den

Traum  dieses  Ganzen

sich selbst und vielleicht überraschen und – verzaubern Sie zugleich noch jemand ganz Bestimmten?  Folgen  Sie  den Monogrammen W + E als den heiteren Bildgeschichten rund ums ernste biblische Geschehen. Und, natürlich, dem bei sorglichen Hausfrauen in so gutem Rufe stehenden Eisvogel, diesem verschmitzten Gesellen, der „mit seinem langen Schnabel … oft recht vorwitzig in die Ranken und Miniaturen hinein(sticht)“!
Angebots-Nr. 28.241 / EUR  19000. / Export price EUR  18050. (c. US$ 27008.) + Versand

 

– Dasselbe in orig. Halbleder mit mit Leinen bezogenen Deckeln nebst Liebesknoten-Prägung in dunkelbraun auf den vorderen.
Angebots-Nr. 28.242 / EUR  16700. / Export price EUR  15865. (c. US$ 23739.) + Versand

 

Wenzelsbibel - Liebesknoten

 

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